Bewusstsein

Bewusstsein teilen wir in der Spiralrhetorik™ in Bewusstheit und Gewahrsein auf. Genauso wie die Haut ein Ausdruck der Seele ist, folgt ein Mensch mit Bewusstsein seiner Intuition, um den Impuls aufzunehmen und loszulassen. Bewusstsein hat sehr viel mit Erfahrungswissen, aber nichts mit Besserwissen zu tun. Gedanken entfalten sich ohne Kontrolle und ohne Aussensicht. Sie wirken beruhigend und verbessern die Konzentrationsfähigkeit. Die gemeinsame Bildung von Menschen, Räumen, Organisationen und Sprache lässt sich deshalb von einem Gefühl in das andere leiten und intelligente Schlüsse ziehen. Nicht die Zeit für eine Intuition ist wichtig, sondern der Zeitpunkt einer Intuition, weil das Grundgefühl dasselbe bleibt. Eine solche Folge von Impulsen sorgt für einen ruhigen Schlaf und bewahrt vor Albträumen, weil Menschen mit Bewusstsein den Fokus bewahren und erst argumentieren, wenn sie ihre Impulse kombinieren. Sie stimulieren die Phantasielosigkeit, weil sie berührt werden und berühren. Das eigene Gewahrsein legt den Fokus weniger auf intellektuelle Konzepte. Ohne sich erklären zu müssen schützt Bewusstheit vor den Folgen von Stress. Bewusstheit und Gewahrsein können trainiert werden. Damit lassen sich Räume und Sprache entfalten, darin sich Organisationen und das Personal entwickeln.

Impulse lassen auch das Drama zu, weil sich Gefühle nur im Drama verändern können. Menschen, die um die Vielfalt der Dramaturgie wissen, unterscheiden zum Beispiel Langeweile und Sättigung. Langeweile ist ein aktives Gefühl, das leicht zu Konflikten, Krisen, Mobbing und Burnout führt. Sättigung dagegen ist passiv. Weil die Gefühle vielseitiger sind, lassen sich die heilenden Kräfte von Intuitionen noch konzentrierter auf erkrankte Stellen in einer Organisation transferieren, was unweigerlich zur Organisations- und Personalentwicklung führt.

Intuitionen lassen einen gerechter urteilen und handeln. Sie bewahren uns Menschen vor Lernschwierigkeiten und Führungsangst, weil Menschen mit Intuitionen nicht erklären, was andere zu denken und zu sehen haben. Sie finden ihre Impulse wie ein „Point of no return“, um nach der Bewegung wieder frei zu sein und etwas Neues entstehen zu lassen. Durch ihre Ausstrahlung erzeugen sie Harmonie, Arbeitszusammengehörigkeit, Wärme und Kollegialität, ohne die Verantwortung für das Ganze zu verlieren. Sie sind gerne gesehene Menschen, da hier Bewusstheit und Gewahrsein mit Wissen verschmelzen und neues Bewusstsein für die Entwicklung von Organisationen und das Personal geboren werden kann.

Bewusstsein öffnet wunde Punkte noch sensibler und stimuliert die Nerven. Häufig reagieren Menschen in Konflikten, Krisen, Mobbing oder Burnout als Folge von Stresserscheinungen mit Sättigung oder Langeweile und meinen damit schlau zu sein, was zur Erschöpfung führt. Weil aber Entscheidungen, sobald sie berühren, möglichst wenig Schatten werfen wollen, stärken sie Prinzipien, Prozesse, Strategien und Kommunikation. Oft braucht es zur Entfaltung und Entwicklung entgegengesetzte Eigenschaften, um diejenigen auszugleichen oder zu schwächen, die Stress erzeugen und Erfolg entziehen.

Am intensivsten dringen Bewusstheit und Gewahrsein durch die Sprache in eine Organisation ein. Sie vermittelt ihren Trägern die Fähigkeit, Probleme weitsichtiger zu erkennen statt an Lösungen zu glauben. Zudem bringt Bewusstsein mehr Temperament. Ein Mensch, der intuitiv spürt und seine Gefühle in jeder Situation real zur Sprache bringt, erzählt was sein drittes Auge sieht, weil er es spürt. Er muss nicht glauben, was er nicht sieht. Danach entscheidet er, was er zu tun oder zu lassen hat. Auf diese Weise liegt seinem Handeln und Verhalten ein Bewusstsein zugrunde. Einem gekünstelten Menschen dagegen fehlt dieses natürliche Erfahrungswissen, was ihn betont intellektuell macht. Doch wahre Intelligenz kann man trainieren. Es ist leicht, aber nicht einfach nur in seinen Gefühlen zu sein und damit zu arbeiten, weil Berge sich versetzen.